PODUFAL-WIEHOFSKY_Architekten_Ingenieure_Arnd_Gau_Jubiläum

Interview mit einem Architekten

Herzlichen Glückwunsch zum 15-jährigen Firmenjubiläum lieber Arnd.
Nach 15 Dienstjahren gehörst du zum Inventar, genau der richtige Ansprechpartner zum Auftakt unserer kleinen Reihe „Berufe in einem Architekturbüro“.

Was ist dein gelernter Beruf?

Nach meiner Ausbildung zum Bauzeichner habe ich in Minden Architektur studiert. Die Ausbildung zum Bauzeichner war eine gute Grundlage für das Studium und hat meinen Entschluss Architektur zu studieren bestärkt. Damals bekam man den Abschluss Diplom – Architekt FH, heute wurde an fast allen Hochschulen auf das Bachelor-Master-System umgestellt, da sind die Abschlüsse anders geregelt.

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Was ist deine Aufgabe hier im Büro?

Ich leite die Abteilung für Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung die sogenannte AVA – Abteilung. Das entspricht nicht dem Berufsbild, das man sich unter dem Begriff Architekt vorstellt, gehört aber genauso zum Bauen dazu, wie die Planung der Gebäude oder das Berechnen der Statik.

Was genau macht man da?

Für jedes Bauvorhaben wird eine Kostenermittlung auf Grundlage der Planung erstellt. Dann werden Leistungsverzeichnisse für die einzelnen Gewerke ausgeschrieben, die eingereichten Angebote werden verglichen und das ausgewählt, was in den jeweiligen Kostenrahmen passt.
Während des gesamten Projektablaufes ist dann eine Kostenverfolgung notwendig, um im Budget zu bleiben. Des Weiteren müssen Projektzeitenpläne erstellt werden, die dazu dienen, den zeitlichen Rahmen einzuschätzen und für alle Handwerker sichtbar zu machen, in welchem Zeitrahmen sie ihre Arbeiten leisten müssen. Oft bauen die unterschiedlichen Arbeiten ja auch aufeinander auf. Zu guter Letzt kommt die Abrechnung sowohl die Rechnungsstellung als auch die Rechnungsprüfung und das Aufmaß.
Für all diese Aufgaben ist die AVA Abteilung zuständig.

Das hört sich gar nicht nach Architektur, eher nach einem kaufmännischen Beruf an?

Auf den ersten Blick vielleicht, aber um in diesem Bereich arbeiten zu können, muss man ein solides Wissen rund um den Bau haben. Ein Ingenieur- oder Architekturstudium ist die optimale Voraussetzung. Das notwendige Fachwissen erreicht man im Laufe der Jahre durch Erfahrung.

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Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Brauchst du spezielle Programme?

Ich arbeite ganz klassisch im Büro und nutze bis auf ein spezielles Ausschreibungsprogramm die gängige Software wie Word oder Excel. Manchmal habe ich Termine mit Kunden oder Handwerkern und führe zum Beispiel Vergabeverhandlungen.

Gibt es Bereiche die du nicht gerne machst?

Die Bauleitung liegt mir nicht so. Ich habe im Zug meiner Berufslaufbahn auch in diesem Bereich gearbeitet aber habe schnell gemerkt, dass meine Stärken im Analytischen und Kalkulatorischen liegen. Mir gefällt die Ausschreibung, weil an dieser Stelle alles ineinanderfließt. Ich glaube die Summe aller Aufgaben und das daraus resultierende Ergebnis ist es was mir viel Freude macht.

Würdest du nicht lieber Häuser entwerfen?

Nein, ich habe schon immer gerne als Knotenpunkt zwischen Bauleitung und Planung fungiert. Ich bin hier nah am Projekt und begleite es von Anfang bis Ende. Das ist je nach Größe des Büros nicht immer gegeben. Wenn ein Bauvorhaben fertig geplant ist, liegt die Leitung des Baus an sich beim Bauleiter. Ich bin in der Position dazwischen, das bedeutet von der Planung bis zur Rechnungsstellung bin ich in das Projekt involviert.

Wie bist du zu PODUFAL-WIEHOFSKY gekommen?

Ganz klassisch über das Arbeitsamt, die ausgeschriebene Stelle sollte aus Altersgründen neu besetzt werden. Ein paar Monate habe ich noch mit meinem Vorgänger zusammengearbeitet, dann ist dieser aus der Altersteilzeit in die Rente gekommen. Das ist jetzt schon 15 Jahre her – dann bin ich wohl der, der bald in Rente geht.

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15 Jahre Betriebszugehörigkeit ist heutzutage auch eher selten.

Das stimmt, heute wird öfter gewechselt, aber ich fühle mich bei PODUFAL-WIEHOFSKY wohl und hatte auch nie den Wunsch mich örtlich zu verändern. Wenn man so lange in einem Büro ist, baut man auch eine ganz andere Bindung auf, als wenn man den Arbeitgeber häufig wechselt. Klar, Berufserfahrung sammeln ist wichtig, aber ich habe schon hier gearbeitet als wir nur zu fünft oder sechst waren und fast alle von damals sind auch heute noch im Team. Roman Silinski zum Beispiel hatte grade 25-Jähriges Firmenjubiläum. Heute sind wir 30 Mitarbeiter und hauptsächlich im Industriebau tätig. Dadurch habe ich unglaublich viele unterschiedliche Bereiche kennengelernt, vieles selber gemacht und kenne die Strukturen im Büro durch und durch, was mir im alltäglichen natürlich hilft.

Zum Abschluss noch eine Frage – Was war dein Traumberuf als Kind?

Eigentlich wollte ich schon immer Architekt werden. Vielleicht liegt das daran, dass ein Onkel von mir Architekt war. Alles, was er von seinem Beruf und Arbeitsalltag erzählt hat, klang interessant und hat mich inspiriert.

Vielen Dank für das Interview und einen schönen Jubiläumsarbeitstag!

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